Viele Betriebe arbeiten mit einer Mischung aus Excel-Listen, E-Mails, Zetteln und zwei oder drei Programmen, die nicht miteinander sprechen. Das geht, solange alle wissen, wo was steht. Sobald jemand krank ist, ein Auftrag verloren geht oder der Lagerbestand nicht stimmt, wird es teuer. Hier erkläre ich, was Individualsoftware ist, wie die Softwareentwicklung bei mir abläuft und worauf Sie bei der Entscheidung achten sollten.
Was Individualsoftware ist und für wen sie passt
Individualsoftware ist ein Programm, das für Ihre Abläufe gebaut wird, statt dass Sie Ihre Abläufe an ein Programm anpassen. Typische Beispiele sind eine Auftragsverwaltung, ein Lagersystem, ein schlankes CRM für Kundenkontakte, ein Kundenportal, in dem Ihre Kunden Bestellungen und Dokumente einsehen, oder ein internes Werkzeug für Planung und Dokumentation. Meist läuft so etwas im Browser, auf Rechner, Tablet und Handy, ohne Installation.
Sinnvoll ist das für Handwerksbetriebe, Händler, Produktions- und Logistikbetriebe, Dienstleister und alle, deren Arbeit nicht in eine Standardsoftware passt oder die für Standardsoftware mehr Lizenzen und Anpassungen bezahlen, als sie nutzen. Wie so ein System aussehen kann, zeigt die Live-Demo „Aufträge & Lager“ hier auf der Website.
Individualsoftware oder Standardsoftware?
Ich rate nicht in jedem Fall zu Individualsoftware. Für Buchhaltung, Lohn oder E-Mail gibt es gute Standardlösungen, die man nicht neu bauen sollte. Individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Ihre Abläufe sind besonders und machen einen Teil Ihres Vorsprungs aus.
- Mitarbeiter tragen dieselben Daten in mehrere Programme ein.
- Die Standardsoftware deckt das Meiste ab, und für den Rest gibt es Excel-Listen daneben.
- Lizenzkosten steigen mit jedem Nutzer, obwohl die meisten nur wenige Funktionen brauchen.
- Sie wollen nicht von einem Anbieter abhängig sein, der Preise oder Funktionen jederzeit ändern kann.
Oft ist die beste Lösung eine Mischung: Sie behalten Ihre Buchhaltung und Ihren Shop, und ich baue das fehlende Stück dazwischen und verbinde es über Schnittstellen. Das prüfe ich ehrlich, bevor Sie ein Angebot bekommen.
So läuft die Softwareentwicklung bei mir ab
- 01
Erstgespräch
30 Minuten, kostenlos. Sie schildern, wo es heute hakt. Ich frage nach, wer mit welchen Daten arbeitet und was der größte Zeitfresser ist.
- 02
Abläufe aufnehmen
Wenn es passt, schaue ich mir Ihre Abläufe direkt bei Ihnen im Betrieb an. Daraus entsteht eine kurze, verständliche Beschreibung, was die Software können muss und was zunächst nicht.
- 03
Festpreis für den ersten Baustein
Wir starten mit dem Teil, der am meisten Zeit spart. Dafür bekommen Sie ein schriftliches Angebot mit festem Preis, statt eines großen Projekts mit offenem Ende.
- 04
Entwicklung in Etappen
Sie sehen regelmäßig Zwischenstände in einer Testumgebung und können früh ausprobieren. So fallen Missverständnisse auf, bevor sie teuer werden.
- 05
Einführung und Übernahme der Daten
Ich übernehme vorhandene Daten aus Excel oder Altsystemen, richte Zugänge ein und zeige Ihrem Team die Bedienung. Danach folgen weitere Bausteine, wenn Sie das möchten.
Was den Aufwand beeinflusst
Preise nenne ich hier nicht, weil sie ohne Kenntnis Ihrer Abläufe nicht seriös wären. Diese Faktoren bestimmen den Aufwand:
- Wie viele Abläufe und Rollen abgebildet werden, zum Beispiel Büro, Lager, Außendienst und Kunden.
- Anbindungen an bestehende Systeme wie Buchhaltung, Shop, Kasse oder E-Mail.
- Menge und Zustand der vorhandenen Daten, die übernommen werden sollen.
- Anforderungen an Rechte, Protokollierung und Nachvollziehbarkeit.
- Ob die Software auch offline oder auf mobilen Geräten im Lager oder unterwegs funktionieren muss.
- Auswertungen, Exporte und Dokumente wie Lieferscheine oder Angebote als PDF.
Technik, kurz erklärt
Für die Oberfläche nutze ich moderne Webtechnik wie Next.js und React. Das bedeutet: Die Software läuft im Browser, sieht auf dem Tablet im Lager genauso gut aus wie am Bürorechner, und Updates kommen ohne Installation bei allen an. Die Daten liegen in einer PostgreSQL-Datenbank. Das ist ein bewährtes, freies Datenbanksystem, das auch große Datenmengen zuverlässig verwaltet und für das es viele Fachleute gibt. Sie sind also nicht an eine exotische Lösung gebunden, die nur ich verstehe.
Datenschutz und Hosting in der EU
Geschäftssoftware enthält Kundendaten, Preise und oft personenbezogene Daten Ihrer Mitarbeiter. Deshalb plane ich die DSGVO von Anfang an mit ein: Hosting bei Anbietern mit Rechenzentren in der EU, verschlüsselte Verbindungen, Zugänge nach Rollen und regelmäßige Backups. Den Vertrag zur Auftragsverarbeitung schließen Sie direkt mit dem Hoster, und ich helfe Ihnen bei der Dokumentation der technischen Maßnahmen. Wenn Sie die Software lieber auf einem eigenen Server betreiben möchten, ist das ebenfalls möglich.
Der Code gehört Ihnen
Sie bekommen den vollständigen Quellcode und die Rechte daran, dazu eine Dokumentation von Aufbau und Betrieb. Sie sind nicht an mich gebunden. Das ist mir wichtig, weil Software, die Ihr Tagesgeschäft trägt, nicht von einer einzelnen Person abhängen darf. Gleichzeitig halte ich die Technik bewusst gängig, damit jeder erfahrene Entwickler sich einarbeiten kann.
Nach der Einführung
Software lebt mit Ihrem Betrieb. Neue Produkte, neue Mitarbeiter, eine geänderte Vorschrift: Irgendwann soll etwas angepasst werden. Auf Wunsch übernehme ich Wartung, Sicherheitsupdates und Weiterentwicklung. Wichtig ist mir, dass Sie auch ohne Wartungsvertrag eine stabile Lösung haben, die nicht nach einem Jahr ausfällt.
Softwareentwicklung in Karlsruhe, gern vor Ort
Ich sitze in Karlsruhe und arbeite mit Betrieben aus der Stadt und der Region, von Durlach über Ettlingen bis Bruchsal. Gerade bei Individualsoftware hilft es, die Arbeit vor Ort zu sehen: wie im Lager gescannt wird, wo im Büro Zettel liegen, welche Fragen am Telefon immer wieder kommen. Wenn das nicht nötig ist, klappt die Zusammenarbeit genauso per Video. Sie sprechen dabei immer mit dem, der die Software auch baut.
