Technik verständlich · 2. November 2026 · 5 Min. Lesezeit
WordPress oder individuelle Software: Was ist besser?
WordPress oder eine maßgeschneiderte Lösung mit Next.js? Wann welche Technik sinnvoll ist, erklärt an zwei echten Projekten: dem Onlineshop MARG und dem Bestellsystem von EFA.
Die Frage höre ich oft. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was die Website tun soll. Ich nutze beides, je nach Projekt. Zwei echte Beispiele machen den Unterschied greifbar.
WordPress: stark bei Inhalten und klassischen Shops
Für das Taschenlabel MARG habe ich einen Shop auf WordPress mit eigenem Theme gebaut. WordPress ist dort richtig, weil das Team Produkte, Texte und Bilder selbst pflegen will und es für Shops, Zahlungsanbieter und Übersetzungen ausgereifte Bausteine gibt.
- Gut für: Firmenseiten, Blogs, klassische Onlineshops
- Vorteil: viele Menschen kennen das Backend, große Auswahl an Erweiterungen
- Achtung: Plugins regelmäßig aktualisieren, nicht jedes Theme ist schnell
Individuelle Software: wenn der Ablauf Ihr Produkt ist
Das Bestellsystem für EFA ist individuell mit Next.js und PostgreSQL gebaut. Vorbestellung mit Abholzeit, Zahlung vor der Bestellung, QR-Codes pro Tisch, mehrere Filialen und ein eigenes Admin-Panel: So einen konkreten Ablauf mit Plugins zusammenzustecken wäre fragil und langsam geworden.
- Gut für: Bestell- und Buchungssysteme, Portale, interne Tools, Automatisierung
- Vorteil: genau Ihr Ablauf, schnell, keine überflüssigen Funktionen
- Achtung: braucht einen Entwickler, der es sauber dokumentiert und betreut
Faustregel
- 01
Vor allem Inhalte?
WordPress (oder ein Headless-CMS) ist meist die beste Wahl.
- 02
Ein klassischer Shop?
WordPress mit WooCommerce oder ein Shop-System reicht oft.
- 03
Ein eigener Ablauf mit Logik?
Individuelle Software spart auf Dauer Zeit und Nerven.
Weitere Notizen